Archive for August, 2010

Das

Donnerstag, August 19th, 2010

Eigentlich sollte am 2. Mai diesen Jahres zu Manne Maurenbrechers 60. Geburtstag eine Doppel-CD einscheinen, auf der einige Rocker & Liedermacher & Lesebühnenberliner per selbst ausgesuchtem Kofferlied gratulieren. Zu meiner Überraschung wurde ich von Heiko Werning gefragt, ob ich da mitmachen wolle. Ja, antwortete ich, obwohl ich kaum wusste, wie er auf mich kam. Wahrscheinlich aufgrund meines Mini-Trompeten-Solos beim Kantinenlesen. Ohne mich daran erinnern zu können, welches Lied ich gesungen habe. Jedenfalls passte mein Trompetenspiel laut Andrew Albrechts Meinung nicht zu Mannes Lied Das. Okay, er war der Chef im Wohnzimmerstudio, ist er immer noch. Andrew drückte mir ein Kazoo in die Hand und ich mir selbiges zwischen die Lippen. Is dufte jeworden, die Version, die wir im letztn Herbst uffjenomm ham. Ich fieberte der Veröffentlichung im Mai entgegen, war auch auf das Gesamtwerk gespannt, doch es herrschte Funkstille, auch weil es plötzlich ein Dreifachsilberling werden sollte. Gestern fand ich eine Papierpost von Maurenbrecher im Briefkasten, er habe über meine gewandelte Version laut & begeistert gelacht. Am 20. Oktober soll im Weddinger La Luz die Veröffentlichungssause steigen. Da werde ich wohl können müssen.   

Noch mal zur Trompete: Als ich im Volkspark einst übte, wurde ich von Monika Rassek fotografiert. Heute wird im Kaminzimmer im Schloss Biesdorf ihre Ausstellung eröffnet, die noch bis zum 16. September dort zu sehen ist.  

Grüße aus Königstein (fast)

Dienstag, August 17th, 2010

Nachdem ich die Mini-Auftritte in Eisenach absagte und meine Fahrscheine stornierte, wollte ich minifamiliär in Königstein Urlaub machen, doch die Sächsische Schweiz begann zunehmend unter Wasser zu stehen. Hab ick ooch diese Fahrscheine zurück jejeben. Fett, wa? Und um dem Fass den Boden auszuschlagen, habe ich mich beim Eisenacher Veranstalter als Urlauber aufgedrängt. Könnt ihr auch probieren: Wohnen am Fuße der Wartburg, wo es bis heute Leibeigene gibt, im über 400 Jahre alten Haus, wo einst der Dorfschulze residierte. Zwei Etagen, vier, fünf, sechs Zimmer. Da fällt für den Spontanurlauber eins ab. Jedenfalls hat Matze mit seinem Hausschmuck beim Sommergewinn einen Preis gewonnen, ein Ereignis, welches sich nie ereignet, wenn die Richter auch die Inneneinrichtung werten.  Jedenfalls war die Woche so dufte , wie die Nacht schwarz war, während der Geisterstundenwanderung von der Wartburg zum Leibeigenenkiez. Hier noch ein Filmchen vom Landesklasseknüller zwischen Robotron Sömmerda und Motor Eisenach.   

Die Gentrifizierungs-Prenzlauer-Berger erklagen sich ihre urheimatliche Ruhe

Samstag, August 7th, 2010

Nun auch in der Cantianstraße, wo die Besucher des Icon Clubs des nachts stören, wie Pauschaltourist Yanek für die taz zu berichten weiß. Beim Kläger wird es sich wohl um einen Bewohner der architektonisch unpassenden Hütte handeln, die zur Jahrtausendwende dort hingebastelt wurde und in die man sich für ´ne Mille einkaufen kann. Oh je, und die Herren von der Empor Sportsbar sind auch immer ganz schön laut, alle drei Tage ungefähr. Und dann erst das alljährliche Berliner Pilsner Pokalfinale, wenn die letzten Einheimischen zu hunderten oder gar tausenden dort rocken. Alle verklagen und den ach so wilden Kiez in einen Friedhof verzaubern.