12. Lange Buchnacht in der Oranienstraße
Ich war gestern gegen 20 Uhr 20 ziemlich erleichtert, dass ich nicht als erster Schreiberling an das Mikro musste, in der gut gefüllten Franken Bar. Der Soundcheck artete in eine unfreiwillige Performance aus. Andy Schmitt genoss deshalb meine volle moralische Unterstützung, wenn auch nicht meine technische Hilfe. Gegen 21 Uhr 55 eröffnete ich mein Bambule-Stündchen mit einer musikalischen Lockerungsübung. Ich habe kaum Ahnung, wie man so´n Roman-Potpori mit dem Lesebühnenschwung einleitet, denn der muss schon sein, der Schwung. Ich komme zwar mit den Seiten 4 bis 190 gut klar, aber aufgrund der ersten 3 bis 13 Reaktionen der Leute, die Bambule Berlin schon an- oder ausgelesen haben, ist mir bekannt, dass der Zuspruch nicht so konstant ist wie bei meinen beiden Story-Sammlungen. Für die bekam ich jeweils ´ne 1 minus, ´ne 2 oder ´ne 3 plus. Aufgrund meines ersten Romans kommt es aber vor, dass ich freundlich angekuckt und belöffelt werde. Und was für den einen Leser die guten Kapitel sind, sind für den anderen … Und selbst wenn das drittletzte Kapitel der coole Opener schlechthin wäre, kann ich kaum mit dem ´ne Dreiviertelstunde einleiten. Lange Rede, kurzer Sinn: Es ging gut aus, ich glaube sogar, sehr gut. Ich grüße die Mädels und Jungs, die sich nach der Lesung vor meinem Tisch mit dem modernen Doppel-CD-Player eingefunden hatten. Wenn O-Street, dann Franken Bar.
Ick freu ma uff die Bambule-Lesung im Eisbären-Fanbogen.
Die # 6 des autonomen BFC-Zentralorgans liegt im Hoolywood aus.
Im Tonträgerarsenal verschollen, aber auf youtube gefunden: Gary Clail Emotional Hooligan.