Es war einmal

Juni 11th, 2013

Bei der letzten langen Buchnacht lag meine Auftrittskneipe in der Manteuffelstraße, also an der Einflugschneise zur Oranienstraße. Mein Solostündchen fing gut an, es gestaltete sich aufgrund einiger Quatschköpfe am fernen Eingang aber zunehmend schwieriger.  Einmal meckern hat nicht gereicht. Immerhin wollte mein einziger Buchkäufer das Grabbelexemplar meines Debüts, weil darin so viele persönliche Notizen aus den Jahren 2002 bis jetze sind. Hab ick nich herjejem. Der Kneiper fand Vorturner Willmann und mich gut, er sprach von weiteren Auftritten. Na, ich werde in der Milchbar sicher mal zwei, drei Biere trinken. Richtig unkomisch wurde es am Heinrichplatz, wo eine Bühne stand, von der einige Musikanten die umliegenden Lokalitäten mitsamt der darin auftretenden Literaten beschallten. Sieben auf einen Streich? Es kam mir so vor, als ob die Veranstalter die schönen Fördergelder abfingerten, aber was gegen die Bühnenhäschen hatten. Schade um diese alljährliche Veranstaltung. 2005 im Goldenen Hahn war es super, 2006 im SO 36 ein Traum, 2008 im Hinterzimmer eines Gemüseladens dufte familiär, 2010 im Franken ganz okay. Wobei sie sich in letzterer Kneipe entschieden haben, für anstrengende  Konservenmusik, gegen angetrunkene Buchmacher. Deshalb bin ich letzten Sonnabend mit einigen Leuten dort auch hängen geblieben. Gerne gesehen und gut gehört habe ich übrigens Matt Grau im Goldenen Hahn und Holland-Moritz mit seinen Girls im SO 36.

Tipp für den 26. Juni: Surfpoeten

Radio Gaga

Juni 3rd, 2013

Für den kommenden Donnerstag habe ich zugesagt, auf Alex Radio eine Stunde mitzumischen; ab 21 Uhr, was zu erzählen,  frank und frei, und was vorzulesen, stockend und undeutlich, und zwei, drei Titel zu spielen, die was mit mir zu tun haben, nun ja. Max von und zu hat mich telefonisch überfallen, und da ich mich gebauchpinselt fühlte, habe ich das Studio mit dem Moderator dem Schlafzimmer meiner Madame vorgezogen. Schön doof, aber ambitioniert. Will ja Werbung machen, für die nächste lange Buchnacht und diverse kurze Tonträger. Muss ja.

Es ist nicht so, dass nichts los ist.

Mai 28th, 2013

Die Lesungen beim Kantinenlesen und den Brauseboys waren dufte. Na jut, kenn wa. Interessanter ist wohl, wie es um die nächsten Veröffentlichungen steht, die in der aktuellen Ausgabe vom Fanzine Zugriff einseitig beworben werden, und zwar etwas  voreilig, denn wir krachen ja noch ziemlich vor uns hin, bezüglich der musikalischen B-Seite. Anders als beim Text der A-Seite, den haben Ahne, Heiner, Emil, Oz und ich flott eingelesen. Okay, ich habe die Aufnahme noch nicht gehört, gehe aber davon aus, dass der Tonmann alle Regler regelgerecht … Tja, und die Sessions in der Turbolover-Radaustube, die gestalten sich schon komplizierter. Wer singt oder spielt mit wem was …? 20 Minuten Musike, überwiegend aus eigener Feder, in neuen Versionen, das sollte kein Problem sein. Hm. Wird so in die Richtung gehen: “Lied für Kampf und Freizeit”, “Stempellied”, “Skinheads und Heroin”. Ick sach ma so: Bei der ersten Session fühlte ich mich etwas freier, weil da zum Beispiel noch kein zackiger Kurkapellenbläsersatz anwesend war, der des Notenlesens mächtig ist, und überhaupt. Schon seltsam, dass ausgerechnet ich bei diesem Tonträgerprojekt den Leiter mime, nur weil ich die Brigade in die Kassetten- und Vinylkaste zu führen gedenke. Gläser macht Kindheitsträume wahr, jaja, auch wenn er nicht singen kann. Der Mangamann hat bezüglich seiner Beiträge für die Spezialkassettenhülle auch schon einiges durchblicken lassen. Toll. Bei der Langen Buchnacht lese ich wohl was aus “Knuts Opa war Nazi” vor. Sonnabend, 8.6., 20:00 Uhr, Milchbar, Kreuzberg.